VERBOTENES GEMÜSE: WAS DÜRFEN UNSERE HUNDE NICHT FRESSEN?

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Hunde und Gemüse. Eine Frage der Wahl.

Gemüse ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung unseres Hundes und liefert viele Vitamine sowie Ballast- und Mineralstoffe für wichtige Körperfunktionen. Die darin enthaltenen Nährstoffe sind besonders wichtig für eine gesunde Darmfunktion. Aber welches Gemüse dürfen Hunde essen? Nicht alles, was uns Menschen gut tut, ist auch gut für unsere Hunde! Ganz im Gegenteil: Manche Sorten sind sogar hochgiftig für unsere Vierbeiner. Um möglichen Vergiftungen vorzubeugen und deinen Hund bestmöglich mit dem richtigen Gemüse zu ernähren, zeigen wir dir in diesem Artikel, welche Gemüsesorten dein Hund nicht essen darf.

Wähle das richtige Gemüse für deinen Hund!

Gemüse kann in fertiges Hundefutter eingearbeitet oder im Rahmen einer Rohkost verfüttert werden. Es eignet sich auch hervorragend als leckerer Snack für zwischendurch.Um das Beste aus dem Gemüse deines Hundes herauszuholen, pürierst du es am besten oder dämpfst es leicht. Dein Vierbeiner kann viele Arten Gemüse essen. Natürlich besteht immer die Möglichkeit, dass er das eine oder andere Gemüse nicht verträgt und Blähungen bekommt. Aber grundsätzlich sind folgende Gemüsesorten für deinen Hund nicht schädlich:

Broccoli

Chinakohl: in geringen Mengen

Gurken

Kartoffeln: gekocht

Kohlrabi: in gerinden Mengen

Mangold: Vorsicht bei Hunde mit Neigung zu Nieren- und Blasensteinen

Maniok

Möhren

Rüben

Rote Beete: Vorsicht bei Hunde mit Neigung zu Nieren- und Blasensteinen

Blattsalate

Sellerie

Spargel

Topinambur

Zucchini

Giftiges Gemüse für Hunde: Deine Fellnase Nase sollte diese Gemüsesorten nicht essen

Nachfolgend stellen wir dir 5 für Hunde giftige Gemüsesorten vor, die dein Hund auf keinen Fall fressen sollte. Die gesundheitlichen Folgen des Verzehrs dieser Lebensmittel für deinen vierbeinigen Freund können schwerwiegend und sogar lebensbedrohlich sein.

Avocado

Während Avocado bei uns Menschen oft als Superfood gilt und sehr beliebt ist, sind die darin enthaltenen Stoffe für Hunde sehr schädlich. Eine Überdosierung von Persin kann zu Herzinsuffizienz und sogar zum Tod führen. Es ist zwar unklar, wie viele Avocados ein Hund essen müsste, um daran zu sterben, aber es muss sicherlich nicht getestet werden. Da Avocados definitiv nichts für deine Liebsten sind, solltest du dein Schicksal nicht auf die Probe stellen und auf ein anderes gesundes Gemüse zurückgreifen. Der Verzehr kann Durchfall und Erbrechen verursachen. Also: Avocado am besten auf deinen Toast verwenden, nicht im Futternapf deines Hundes.

Zwiebel

Lauch oder Zwiebeln sind für Hunde giftig. Zwiebeln sind rohen Zustand besonders giftig, können aber auch gekocht Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Daher: Finger weg und Pfoten weg! Wenn dein Hund Zwiebeln isst, können die Sulfide in den Zwiebeln seine roten Blutkörperchen schädigen und eine akute Anämie verursachen. Die ersten Vergiftungssymptome sind Durchfall und Erbrechen. Bei schweren Vergiftungen können auch andere Symptome wie Schwäche, Appetitlosigkeit und erhöhte Herzfrequenz auftreten. Spätestens hier sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Deshalb sind Zwiebeln in der Hundeernährung ein absolutes Tabu.

Rohe Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Kichererbsen und Linsen

Rohe Hülsenfrüchte (also rohe Bohnen, Linsen etc.) sind sowohl für uns Menschen als auch für unsere Vierbeiner schlecht. Sie enthalten Phasin, eine Substanz, die Hunde überhauptnicht nicht vertragen. Phasin ist ein zuckerbindendes Protein, das die Verklumpung roter Blutkörperchen bewirkt. Die Symptome reichen von Erbrechen über Bauchkrämpfe bis hin zu blutigem Durchfall oder Fieber. Im schlimmsten Fall kann eine Überdosierung von Phasin zu Blutungen im gesamten Magen-Darm-Trakt führen. Auch bei gekochten Bohnen solltest du vorsichtig sein. Wie immer macht auch hier die Menge das Gift: Bohnen können – in großen Mengen verfüttert – zu Blähungen und Verstopfung führen. Deshalb solltenst du deinem Hund nur kleine Mengen gekochter Bohnen, Erbsen etc. füttern.

Knoblauch

Über Knoblauch gibt es unterschiedliche Meinungen. Was aber 100% stimmt ist , dass zu viel Knoblauch schlecht für deinen Hund ist. Wir sprechen von 5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, was bereits hochgiftig ist. In solchen Mengen können die Schwefelverbindungen im Knoblauch die roten Blutkörperchen schädigen, genau wie Zwiebeln. Eine kleine Menge Knoblauch tut deinem Vierbeiner trotzdem gut: Knoblauch wirkt antibakteriell und antiviral.

Wie viel hält dein Vierbeiner aus? Ein Hund kann 0,1 Gramm Knoblauch pro Kilogramm Körpergewicht fressen – bis zu 2 Mal pro Woche. Für einen 20 kg schweren Hund werden also 4,0 Gramm Knoblauch in einer Woche zugeteilt.

Rhabarber

Wer liebt ihn nicht – einen leckeren Rhabarberkuchen für die warmen Sommertage? Ein Gemüse, das bei uns Menschen sehr beliebt, aber für unsere Hunde leider völlig ungeeignet ist. Rhabarber enthält sehr viel Oxalate, die das Calcium im Körper binden, das unter anderem für die Knochenstabilität benötigt wird. Die Blätter und Stiele des Rhabarbers können also den Calciumspiegel im Körper deines Hundes senken, was auf der einen Seite zu Entzündungen im Magen-Darm-Trakt führt und auf der anderen Seite gesundheitliche Schäden an den Nieren hervorruft. Im schlimmsten Fall führen sie sogar zu Herzversagen.

Ungeeignetes Gemüse: Bei diesen Sorten ist Vorsicht geboten

Rohe Nachtschattengewächse: Rohe Kartoffeln, Paprika und Tomaten

Nachtschattengewächse wie Tomaten, Kartoffeln und Paprika enthalten den Wirkstoff Solanin, der für Hunde eine giftige Wirkung hat. Die ersten Symptome äußern sich meistens in Form von Erbrechen oder Durchfall. Gut durchgekochte Kartoffeln sind absolut unbedenklich und sogar sehr gesund für deine Fellnase. Rohe Kartoffeln hingegen dürfen in keinster Weise verfüttert werden. Die grünen Stellen von Tomaten und Co. enthalten signifikant viel Solanin und sind deswegen besonders schädlich. Rote, reife Tomaten ohne Stielansätze dürfen jedoch verfüttert werden. Genauso verhält es sich mit sehr reifer oder gekochter roter Paprika, die du am besten trotzdem nur in kleinen Mengen füttern solltest. Grüne Paprika hingegen ist ein wahres No-Go und hat im Fressnapf deiner Fellnase nichts verloren.

Auberginen

Auberginen verfügen ebenfalls über Solanin, weshalb dein Hund diese nicht verzehren sollte. Kocht man die Aubergine jedoch, nimmt der Solaningehalt ab und dein Vierbeiner darf geringe Mengen davon fressen. Am besten ist es aber, andere Gemüsesorten zu wählen.

Kohlsorten: Weiß-, Rot-, Wirsing-, Blumen- und Grünkohl

Roher Kohl kann bei vielen Hunden zu Blähungen und Bauchkrämpfen führen. Der Grund dafür , dass Kohl Thiocyanat enthält. Zusätzlich unterdrückt es die Funktion der Schilddrüse. Wenn du den Kohl jedoch vorher sehr gut durchkochst, machst du das Thiocyanat damit unschädlich und kannst es in sehr kleinen Mengen verfüttern. Aber Vorsicht, gib deinem Hund nicht zu viel davon! Es kann zu Blähungen bei deinem Hund kommen, da viele  Kohlsorten in höheren Mengen schwer verdaulich sind. Wie immer gilt, das du alles in kleinen Schritten testest und beobachten musst wie dein Hund reagiert.

Kürbis

Als ein bei uns Menschen sehr beliebtes Herbstgemüse stellt der Kürbis grundsätzlich für Hunde keine Gefahr dar. Doch einige der Kürbisgewächse verfügen unter Umständen über Bitterstoffe (sogenannte Cucurbitacine). In den Kürbissen, die du im Einzelhandel zu kaufen bekommst, sind diese meistens nicht mehr vorhanden. Zierkürbisse oder Kürbisse aus dem eigenen Garten können jedoch Cucurbitacine enthalten, die bei deinem Vierbeiner einem tödlichen Schock herbeiführen können. Bevor du Kürbis an deinen Hund verfütterst, solltest du ihn erst selbst kosten. Schmeckt er ungewöhnlich bitter, ist er sowohl für dich als auch für deinen Hund nicht geeignet.

Unser Fazit

Grundsätzlich gilt: Es gibt einige Gemüsesorten, die du gar nicht verfüttern darfst. Lebensmittel, die schon in geringer Dosis giftig wirken, sollten natürlich rigoros gestrichen werden. Es muss also immer zusätzlich beobachtet werden, ob dein Hund etwas nicht verträgt, Blähungen oder Durchfall bekommt. Die Grundregel lautet: Die Dosis macht das Gift. Jeder Hund ist etwas anders. Möglicherweise reagiert dein Hund auf ein bestimmtes Gemüse mit einer Unverträglichkeit, das für viele andere Hunde kein Problem darstellt. Auch kann es einige Tage bis Wochen dauern, bis sich dein Hund an eine neue Gemüsesorte gewöhnt hat, sodass du ihn ganz langsam damit vertraut machen solltest. Wenn du dies beachtest, kannst du den Speiseplan deines Hundes mit hochwertigem Gemüse ergänzen und somit die Gesundheit deiner Fellnase Aktiv unterstützen.

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