JOGGEN MIT HUND-WAS DU BEACHTEN SOLLTEST

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Lesezeit: 5 Minuten

Joggen mit Hunden ist super gesund für dich und deinen Hund. In unserem heutigen Blogbeitrag findest du viele Antworten rund um das Thema Joggen mit Hund.
Viele Hunde joggen gerne mit ihren Besitzern. Sie sind als ausgezeichnete Ausdauerläufer schon so schnell, dass sie locker traben während wir joggen. Diese Gangart eignet sich hervorragend für Hunde, um Kraft und Muskeln aufzubauen. Gleichzeitig trainiert der Trab seine Kondition und sein Herz-Kreislauf-System.
Aber was solltest du beachten, damit du und dein vierbeiniger Gefährte Freude am Joggen habt und gesund bleibt?

Kann jeder Hund joggen?

Diese Frage kann man klar mit Nein beantworten. Welpen dürfen nicht Joggen, da diese nicht ausgewachsen sind und bleibende Gelenkschäden riskieren würden. Joggen ist also für Welpen tabu! Bei Hunden im hohen Alter ist zwar Joggen nicht generell gefährlich, aber du solltest die Geschwindigkeit dem Alter und der Verfassung deines Hundes anpassen. Ob deine Geschwindigkeit die richtige ist, kann dir nur eine gute Beobachtung deiner Fellnase sagen. Kann er nicht mithalten oder strengt er sich zu sehr an, musst du langsamer werden. Dann ist es eine gute Idee, eure Laufroute anzupassen. Ab einem gewissen Alter solltest du vom Joggen auf gemütliche Spaziergänge mit deinem Hund umsteigen.
Es gibt auch Hunderassen, deren Körperbau sie hindert, ausdauernd zu laufen. Dazu gehören zum Beispiel Rassen wie französische Bulldogge, Mops, Boxer und Dackel. Auch ein sehr übergewichtiger Hund sollte nicht mit dir joggen und erst abnehmen. Andernfalls wird das Gelenk zu stark belastet, was unweigerlich zu dauerhaften Gelenkschäden führt.

Wie lange sollte ein Hund joggen und braucht er ein Training dafür?

Du würdest jetzt am liebsten einfach deinen Hund schnappen und losjoggen? Dann solltest du an deine ersten Joggingrunden denken. Das war sicherlich anstrengend am Anfang und du musstest öfter langsamer werden und Pausen einlegen. Es dauerte, bis du deinen Rhythmus gefunden hattest. Warum sollte es bei deinem Hund anders sein als bei dir? Das Lauftraining muss schrittweise erfolgen. Wenn du nach der Winterpause wieder läufts oder überhaupt zum ersten Mal läufst, solltest du möglichst sehr kurz trainieren und langsam aber stetig mehr laufen. Anfänglich sollten erst ein paar Minuten getrabt, danach etwas gegangen und anschließend wieder getrabt werden. Dein Hund sollte die Möglichkeit haben sich, durch schonendes Bewegen eine Ausdauer aufzubauen. Wenn dein Hund ein Senior ist, solltest du ihn nicht überfordern und immer an seine Gelenke denken. Wenn deine Fellnase langsamer werden und stark hechelt, solltest du Pausen einlegen oder das Training sofort beenden. Das ist natürlich nur eine ungefähre Vorgabe, die auf persönlichen Erfahrung beruht. Du kannst die erste Zeit auch nur mit gehen verbringen und danach das Traben langsam einführen usw. Jeder Körper ist unterschiedlich wie beim Menschen als auch beim Hund.

Welcher Untergrund ist für das Joggen geeignet?

Die beste Oberfläche ist weich und elastisch. Gerade wenn dein Hund Gelenkprobleme hat oder du einfach nur seine Gelenke schonen willst, solltest du möglichst Asphalt- und Schotterwege meiden. Stattdessen solltest du eher Wald- und Feldwege wählen, da diese die Bewegung besser abfedern.

Wann ist Joggen „verboten“?

Wenn dein Hund stark übergewichtig ist, im Wachsen ist (weniger als 12-18 Monate) oder sehr alt ist, ist Joggen für deinen Hund ein Tabu. Auch wenn dein Hund Schmerzen hat, solltest du nicht mit ihm joggen gehen. Ist dein Hund gesundheitlich angeschlagen, wurde er vor kurzem operiert, leidet er an Entzündungen, Infektionen oder Fieber? Auch in diesen Fällen musst du leider erst einmal auf das Joggen mit ihm verzichten.

Darf dein Hund vor dem joggen fressen?

Mindestens 2 Stunden vor und nach dem Joggen solltest du deinen Hund nicht füttern. Wenn er satt ist, kann er nicht gut trainieren und sein Kreislauf wird viel zu sehr belastet. Also kann man sagen, dass dein Hund einem unnötigen Risiko aussetzt, wenn du deinen Hund auf vollem Magen zum Joggen mitnimmst. Er sollte vor dem Sport einfach locker und gelöst sein.

Was ist mit dem Trinken in der Mitte?

Zwischen den Laufeinheiten kann dein Hund etwas trinken. Am besten hast du immer eine Trinkflasche für deine Fellnase dabei. Nach dem Laufen solltest du deinen Hund etwas abkühlen lassen, bevor du ihn in einem See oder Bach lässt, da sonst ein Schock eintreten könnte. Was du aber auf jeden Fall vermeiden solltest ist, ihn ins Wasser zu lassen und danach einfach weiterzulaufen. Ist er nicht ganz trocken und bekommt zu viel Wind ab, kann dies leider in einer Erkältung oder schlimmer in einer Lungenentzündung enden.

Bevor es losgeht, solltet ihr euch aufwärmen!

Du solltest am Anfang ein paar Aufwärmübungen mit ihm machen. Mit einigen lockeren Aufwärmübungen, auch bekannt als „WARM UP“, wärmst du die Muskeln und Gelenke deines Hundes auf. Sie verringern auch das Verletzungsrisiko, da der Körper deines Hundes nach dem Aufwärmen belastbarer ist und plötzliche Bewegungen besser bewältigen kann. Außerdem ist dein Hund mental und körperlich auf das Joggen vorbereitet und konzentrierter, wenn du das Aufwärmen zu einem Ritual machst. Nach dem Training solltest du einige Zeit mit Cool-Down-Übungen verbringen.

Wie oft sollte mein Hund joggen?

Trainiere deinen Hund höchstens jeden zweiten Tag. Der Körper braucht Zeit, um sich zu erholen und um in diesen Ruhephasen Muskeln zu bilden.

Wie ist es, wenn ich bei hohen Temperaturen mit meinem Hund joggen will?

Bei Hitze solltest weder du noch dein Hund joggen. Das Herz-Kreislauf-System deines Hundes wäre einer extremen Belastung ausgesetzt. Asphalt kann sehr heiß werden, wodurch die Pfoten deines Hundes schnell wund werden können. Wenn du im Sommer nur zur Mittagszeit joggen kannst, könntest du auf Waldwege ausweichen, da diese durch die Schatten der Bäume und dem Waldklima kühler sind. Ansonsten solltest du im Sommer unbedingt frühmorgens oder frühabends mit deinem Hund joggen.

Was du nach dem Joggen tun musst:

Nach dem Joggen solltest du deinen Hund ganz genau beobachten. Sind seine Bewegungen und sein Auftreten normal? Oder eher langsam und spürbar ruhig? Hunde können, wie wir Menschen auch, Muskelschmerzen bekommen, wenn sie zu schnell oder zu lange laufen. In diesem Fall solltest du das Trainingspensum unbedingt anpassen.

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Tipp: Wenn du mit freien Händen joggen möchtest, ohne deinen Hund leinenlos laufen zu lassen, kannst du auch einen Jogginggurt verwenden. Habt einfach viel Spaß bei eurem gemeinsamen Jogging-Ausflug!
Eine schöne Massage für deinen Hund wird nach dem Joggen ein tolles Ritual für dich und deinen Hund.

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