FRISST DEIN HUND NICHT ORDENTLICH? HIER DIE MÖGLICHEN GRÜNDE UND LÖSUNGEN

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Lesezeit: 6 Minuten

Es ist Essenszeit und die Schüssel ist voll. Wir bereiten das Essen für unsere vierbeinigen Freunde voller Liebe zu. Aber was, wenn dein Vierbeiner so gar keine Lust auf Futter hat? Meist schrillen bei uns direkt alle Alarmglocken, wenn die eigene Fellnase das Fressen verweigert. Aber ist es wirklich nötig, in Panik zu geraten? Es ist absolut normal und natürlich, dass dein Hund ab und zu eine Mahlzeit auslässt. Dauert das Verweigern jedoch mehrere Tage hintereinander an und zeigt  dein Hund zusätzlich dir an dass, er sich nicht wohlfühlt, ist Vorsicht geboten. Dieser Artikel soll dir die möglichen Gründe für den Hungerstreik beleuchten und dir zeigen was du konkret unternehmen kannst. Eins sei schon vorab gesagt: Wie in allen Lebenslagen ist Panik immer der schlechteste Berater, deswegen gilt es immer erstmal ruhig bleiben und bedachtsam zu handeln. So, nun wünschen wir euch viel Spaß beim Lesen.

Nahrungsverweigerung: (K)ein Grund zur Panik?

Auch wenn du dir Sorgen machst, dass dein Hund nicht frisst, musst du einfach daran denken, dass das gelegentliche Auslassen von Mahlzeiten nicht ungewöhnlich ist. Rein technisch betrachtet ist der Hauptzweck der Fütterung eines Hundes die Bereitstellung von Energie und Nahrung. Der Energiebedarf deines Hundes kann variieren, er braucht also nicht immer die gleiche Futtermenge. Wenn dein Hund sein Futter nicht anrührt, aber gesund erscheint, müssen Sie sich vorerst keine Sorgen machen. Eine einfache Appetitlosigkeit oder eine Futterumstellung könnten auch der Grund dafür sein, dass dein pelziger Freund das Essen verweigert. Du solltest ebenfalls das zu häufige Füttern und zu große Portionen(Futtermenge variiert nach Körpergewicht) vermeiden, sodass sich sein gewohntes Essverhalten schnell wieder normalisieren wird. Klar ist auch das Hundesenioren ebenfalls weniger essen als  jüngere, weil sie sich allgemein weniger bewegen und somit ihr Körper nicht mehr soviel Energie. Bei Welpen kann der Zahnwechsel einer der Gründe sein, warum diese ihr Futter kurzfristig verschmähen. Dies kann manchmal schmerzhaft sein und Ihr Hund kann das Futter für kurze Zeit verweigern. Hier ist Kauen angesagt. Besorge deinem Welpen geeignete Kausnacks, um die Zahnbildung zu unterstützen.

Dein Hund ist zu einer „Mäkältante“ geworden?

Auch wenn es vielen Hundehaltern nicht bewusst ist, „erziehen“ wir unsere Hunde immer wieder auf Futterstreiks. Natürlich machen wir das nicht absichtlich, aber in unserer Übervorsicht können wir in Verhalten abrutschen, die genau dieses Futterverweigern hervorrufen. Ein Beispiel: Du stellst seinen vollen Napf vor deinen Hund. Er schnüffelt an seinem Essen, ignoriert es dann aber. Nach ein paar Minuten denkst du, dass es ihm nicht gefällt. Nimmst also den Napf weg und willst das Futter nun mit Leberwurst schmackhafter machen. Du stellst den Napf wieder ab und dein Hund nimmt ein paar Bissen und legt sich in seinen Korb. Und weil es so schön war noch ein Beispiel: Du nimmst die Schüssel und fügst dem Essen köstlichen Naturjoghurt hinzu. Nun stellst du die Schüssel wieder ab und das Spiel beginnt von neuem. Das einzige, was dein Hund jetzt lernt, ist, dass er immer etwas Besseres bekommt, wenn er lange genug wartet. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, ist es notwendig, das angebotene Hundefutter stehenzulassen. Deine Fellnase muss lernen, dass es nur dieses Futter gibt und sonst nichts. Übrigens: Keine Angst dein Vierbeiner wird definitiv nicht verhungern, denn nach einiger Zeit wird sein Hunger ihn überreden das gerade noch verschmähte Futter genüsslich zu essen. Du und dein Hund seit ein Team und in einem Team hat jeder Aufgaben und Pflichten. Schau deshalb immer darauf, dass dein „Teamkollege“ sich an die Regeln hält.

Hier ein paar weitere Anzeichen

Dein Hund frisst schon seit Tagen nichts und zeigt weiterhin  beunruhigende Anzeichen? Dann heißt es ab zum Tierarzt, da ernstere Probleme vorliegen könnten. Unten listen wir die einige Anzeichen, auf die du im Auge behalten solltest.

Dein Hund:

• ist schlapp

• jault und wimmert begleitet von Bauchschmerzen

• erbricht öfters

• hat Durchfall

• hustet, hechelt und zittert

• hat blasse Schleimhäute

• hat stark abgenommen

• einen harten Bauch

• hat Apathie (nicht so gut ansprechbar)

• hat anhaltende Appetitlosigkeit

• hat Schläfrigkeit

• hat Orientierungslosigkeit

• hat Schwindel und Krämpfe

Hast du das Gefühl, dass dein Hund über einen Futterstreik hinaus leidet? Vielleicht zeigt er starke Abgeschlagenheit, Magenschmerzen und erbricht oft. Sollte das der Fall sein musst du deinen Tierarzt aufsuchen.

Frisst dein Hund nicht? Folgende Medizinischen Gründe könnten die Ursache sein:

Wenn dein Hund das Futter aber nicht aus einer Laune heraus verweigert oder eine kurze Appetitlosigkeit hat, können organische oder andere medizinische Gründe das Problem verursachen. Dein  Tierarzt wird deinen Hund untersuchen und zum Beispiel den Bauch abtasten, Blut abnehmen. In vielen Fällen wird auch der Kot deines Hundes untersucht. Wenn die Beschwerden deines Vierbeiners andauern und erste Tests ohne Ergebnis bleiben, untersucht der Tierarzt mit einem Ultraschallgerät die Organe deines Hundes. Die häufigsten Gründe, warum deine Fellnase nicht mehr frisst, sind:

• Grippale Infektion

• Lebensmittelallergie

• Intoleranz

• Fremdkörper im Mund, Magen oder Darm

• Hormonelle Schwankungen (bei Hündinnen Läufigkeit und bei Rüden Angeregtheit durch eine Hündin)

• Schäden an den Zähnen

• Verletzung des Gaumens oder des Zahnfleisches

• Organerkrankungen (Leber, Magen oder Darm)

• Entzündung (z.B. Gastritis)

• mögliche Tumore

• Parasiten (Futtermilben, Bandwürmer, Zecken)

• dauerhafter Stress • jegliche Form von Vergiftung

Bekommt dein Hund das richtige Hundefutter?

Gutes Hundefutter hat viel mit der langfristigen Gesundheit deines Hundes zu tun. Leider sind viele Hundebesitzer heutzutage immer noch unvernünftig und füttern nur „kunterbunt“. Das richtige Hundefutter entscheidet darüber, ob dein Hund alle wichtigen Nährstoffe bekommt. Beispielsweise dürften Welpen und Senioren nicht die gleiche Ernährung zu sich nehmen, da ihre Bedürfnisse grundlegend unterschiedlich sind. Während Welpen wachsen müssen, haben die älteren Hunde als Hauptziel die  Erhaltung der Gesundheit und Krankheitsvorbeugung. Wenn, dein Hund einen empfindlichen Magen hat, wird er nicht jede Art von Hundefutter vertragen und wird eher zu Verdauungsproblemen neigen als ein Hund mit einem starken und gesunden Magen. Besonders die Vierbeiner, bei denen Allergien oder organische Erkrankungen diagnostiziert wurden, benötigen spezielles hypoallergenes Hundefutter. Achte deswegen bei der Futterauswahl immer auf die individuellen Bedürfnisse deines Hundes und frage am besten  deinen Tierarzt, welches Futter für deinen Hund im Krankheitsfall das Richtige ist.

Satt isst nicht gern!

Manchmal liegt der Grund für den Futterstreik auch einfach daran , dass wir ohne böse Absicht unseren Hunden einfach zu viele Snacks anbieten. Genauso wie beim Menschen gilt auch beim Hund wenn er durch die Snacks „satt“ wird , hat er natürlich keine Lust noch etwas zu fressen. Ein kleines Leckerli hier, ein Hundekeks da, noch ein „kleines“ Stück selbstgemachter Hundekuchen und schon ist im Laufe des Tages eine ganze Menge Futter zusammen gekommen, sodass dein Hund am Abend bereits satt ist, bevor der Futternapf befüllt wird. Hier heißt es also bewusster mit Snacks umgehen.

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Wie motivierst du deine Fellnase aktiv zum fressen?

Je nachdem, warum dein Hund nicht frisst, gibt es viele Dinge, die du tun kannst, um ihn zum Fressen zu animieren.

Generell solltest du deinen Hund immer einen ruhigen Fressplatz geben, an dem er sich entspannen und fressen kann, ohne dass Futterneid entsteht (wenn andere Hunde im Haus sind). Insbesondere Welpen, ältere Hunde, läufige Hündinnen und trächtige Hündinnen haben besondere Ernährungsbedürfnisse, die unter tierärztlicher Aufsicht erfüllt werden sollten. Wenn dein Hund unter extremem Stress oder Unsicherheiten leidet, kann es helfen, seine Lebensumstände zu überprüfen und Stressoren zu beseitigen. Am besten isst man entspannt!

Unser Fazit

Bei Erkrankungen, Allergien, Parasiten oder Infektionen solltest du immer deinen Tierarzt besuchen und gemeinsam mit ihm einen Ernährungsplan für deinen Hund entwickeln. Ernährungsumstellungen oder Medikamente können erforderlich sein. Beachte immer, deinen Vierbeiner nicht zu einem „wählerischen Esser“ zu machen und vermeide es ebenfalls, ihm zu viele Snacks zu geben.

Hoffentlich konnten wir dir in diesem Artikel den einen oder anderen nützlichen Tipp  mit auf den Weg geben. Solltest du noch Fragen haben, kannst du uns wie immer gern per E-Mail anschreiben.

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