FAHRRAD FAHREN MIT DEM HUND

blank
blank
Hund mit Rad ist einfach toll.

Lesezeit: 5 Minuten

Wenn du es richtig machst, ist Radfahren gesund und entspannend für dich und deine Fellnase.

Heute  soll es um ein Thema gehen, dass zwei schöne Dinge vereint, Sport und Hunde. Radfahren mit Hund gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen vieler Hundebesitzer. Es ist klar, dass wir mit den ersten warmen Sonnenstrahlen wie von Geisterhand an die frische Luft gezogen werden. Zusammen mit Fellnase die Welt zu erkunden und bei schönem Wetter mit ihr abzuhängen, macht einfach Spaß. Radfahren mit deinem Hund kannst du auch als Trainingseinheit nutzen. Ihr könnt beide eure Muskeln aufbauen und die Kraft sowie Kondition trainieren. Das Herz-Kreislauf-System wird  ebenfalls trainiert und wie jeder weiß, macht Bewegung gute Laune!

Doch was ist zu beachten beim Radfahren mit Hund:

Deshalb geben wir dir in diesem Artikel einige wertvolle Tipps, die beachtet werden sollten, wenn du sicher und mit viel Spaß mit deinem Hund Fahrrad fahren möchtest.

Das solltest du beachten:

  • Wenn dein Hund sehr übergewichtig, in der Entwicklung (weniger als 12-18 Monate) oder sehr alt ist, dann ist Fahrradtraining für deinen Hund ein Tabu. Das Fahrradtraining könnte die Gelenke dauerhaft schädigen und seinen Körper überfordern. Auch wenn dein Hund Schmerzen hat, sollte das Radfahren mit ihm kurzfristig nicht unternommen werden. Ist dein Hund in einem schlechten Gesundheitszustand, hat eine Infektion, vor kurzem eine OP oder irgend eine andere Krankheit? Solltest du mit Ja antworten, muss Bewegung allgemein erstmal Tabu sein.
  • Sehr kleine Hunde sollten nicht neben dem Fahrrad laufen. Deine Beine sind definitiv zu kurz für diese Übung. Es gibt jedoch tolle Fahrradkörbe, die es dir ermöglichen, mit deinem Hund zu reisen. Große und massige Hunde sollten auch nicht mit dem Fahrrad laufen, da ihr Körper nicht für ständige Bewegung ausgelegt ist.
blank
Auch eine Lösung.
  • Wenn möglich, sollte dein Hund an einem gut gepolsterten Geschirr angelegt werden, das seinem Körper ermöglicht, sich so weit wie möglich zu bewegen, ohne dass ihn das Geschirr daran hindert. Eine lockere Leine ist das A und O. Übrigens solltest du deinen Hund auch nicht als „Zugpferd“ benutzen und dich keinesfalls ziehen lassen.

Bevor es losgeht:

  • Dein Hund sollte sich vor dem Training entspannen und auf leeren Darm beginnen. Füttere deinen Hund nicht vor oder zwischen dem Radtraining. Er trainiert nicht gut, wenn er satt ist und die Belastung für seinen Kreislauf ist viel höher. Dies setzt deinen Hund einem unnötigen Risiko aus, wenn er satt ist.
  • Zuerst solltest du mit ihm einige Aufwärmübungen machen. Das wärmt seine Muskeln und Gelenke auf. Aufwärmübungen verringern auch das Verletzungsrisiko, da der Körper deines Hundes nach dem Aufwärmen belastbarer ist und plötzliche Bewegungen besser bewältigen kann. Außerdem ist  dein Hund mental auf das Training vorbereitet und konzentrierter.
  • Der beste Weg für das Fahrradtraining ist weich und elastisch. Asphaltstraßen, Schotterwege und Pflasterwege sind gerade bei Gelenkkranken Hunden schlecht für die Gelenke und solltest du auf gelenkschonende Untergründe achten. Wenn möglich solltest du auf geeigneten Wiesen fahren, was natürlich eher selten der Fall sein wird. Als Alternative bieten sich übrigens auch Wald- und Feldwege, um möglichst die Gelenke deiner Fellnase zu schonen.

Der ideale Rhythmus:

  • Nach einer Winterpause oder wenn ihr Neueinsteiger seid, solltest du das Training mit kurzen Trainingseinheiten beginnen, die du stetig aufbaust.
  • Beginne mit einigen Minuten in einem leichten Trab und wechsele  dann kurz zu einem Schrittgang, bevor ihr die nächste Trabeinheit absolviert. Kontinuierliches Traben kann für deinen Hund sehr zermürbend sein. Du musst deinem Hund die Möglichkeit geben, sich auszuruhen, mit der Zeit Ausdauer aufzubauen. Überfordere auch einen älteren Hund nicht und denke immer an seine Gelenke.Du würdest ja auch nicht einen alten Rentner ohne jegliche Vorbereitung zum Marathon schleppen!
  • Leichter Trab ist angesagt, wenn dein Hund neben deinem Fahrrad läuft. Diese Gangart ist schonend für die Gelenke des Hundes und am besten für den Muskel- und Ausdaueraufbau. Du solltest das Tempo immer an die Größe deines Hundes anpassen. Galopp ist denkbar schlecht für Gelenke und Knochen deines Hundes, wenn du lange Strecken absolvieren möchtest.
  • Wenn dein Hund langsamer wird und seine Schritte oder Gangart drastisch ändert, solltest du ihm eine Pause gönnen oder das Training sofort beenden. Achte immer auf die Körpersprache deines Hundes. Nach kurzer Zeit wirst du die Töne und Bewegungen deines Vierbeiners richtig deuten und das Radfahren dem anpassen.

Hier noch grundlegendes:

  • Beobachte deinen Hund nach dem Training und am nächsten Tag genau. Sind seine Bewegungen und Aktivitäten normal? Oder langsam und spürbar ruhig? Hunde können auch Muskelschmerzen bekommen, wenn sie zu schnell oder zu lange laufen. In diesem Fall solltest du dein Trainingspensum unbedingt anpassen und einige Gänge zurückschalten.
  • Maximal jeden zweiten Tag solltest du mit deinem Hund trainieren, denn sein Körper benötigt eine dieses Zeitfenster, um sich zu regenerieren und die Muskulatur baut sich , wie bei uns Menschen, nur in diesen Pausen auf.
  • Bei Hitze ist Rad fahren mit deinem Hund ebenfalls ein No-Go. Tust du es trotzdem, würde das eine starke Anstrengung für das Herz-Kreislauf-System deines Hundes bedeuten. Dein Hund bekommt durch den Fahrtwind keine Abkühlung, außerdem ist es in Bodennähe wärmer als auf Höhe des Sattels. Der Asphalt wärmt sich stark auf, das kann für die Pfoten deines Hundes schnell zur Tortur werden kann. Im Sommer solltest du nur sehr früh oder am Abend Rad fahren. Ansonsten kann die Hitze in Kombination mit dem Laufen deinen Hund regelrecht in Lebensgefahr bringen.
  • Grundsätzlich solltest du deinem Hund immer wieder Pausen gönnen und ihn beobachten solltest. Eine Abkühlung im See oder Bach ist natürlich nach einer kurzen Abkühlung immer eine gute Idee. Ausflüge solltest du nie ohne Wasser für dich und deine Fellnase beginnen, um eine Überhitzung zu vermeiden. Unsere Trinkflasche für unterwegs wird dir sicher gefallen.

Also, nun raus mit dem Drahtesel und der Fellnase! Viel Spaß bei eurem gemeinsamen Training am Rad!

Nach dem Sport wird dein Hund etwas Entspannung sehr genießen. Eine leichte Massage, um die Muskeln zu lockern, ist da genau das Richtige für ihn oder sie und ein tolles Ritual für euch beide!

Schreibe einen Kommentar

You have to agree to the comment policy.