DEIN HUND IST ZU DICK? – WAS IST ZU TUN?

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Lesezeit: 5 Minuten

Untersuchungen zufolge sind inzwischen mehr als 50 % der Menschen in Deutschland übergewichtig, und das Problem des Übergewichts bei Hunden, dem besten Freund des Menschen, nimmt ebenfalls rasant zu. Die Gründe können unterschiedlich sein. Um Gewicht zu verlieren, kannst du verschiedene Strategien anwenden, die du im folgenden Artikel findest.

Woher weiß ich, ob mein Hund übergewichtig ist?

Wenn du eine Fellnase hast und befürchtest, dass sie zu schwer ist, stellt sich natürlich zuerst die Frage: Woher weiß ich, dass mein Hund übergewichtig ist? Es gibt zwei gute Methoden, die du beachten solltest:

Du solltest die Rippen unter dem Fell leicht spüren können, wenn du mit der Handinnenfläche über den Bauch deines Hundes streichst. Spürst du sie nicht, dann ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass dein Vierbeiner zu viel Fett an den Rippen hat.

Ein weiterer Trick besteht darin, deinen Hund von oben zu beobachten. Kannst du die Taille sehen? Das ist gut und zeigt, dass dein Hund in bester Verfassung ist. Wenn dein pelziger Freund jedoch im Rippenbereich nicht schmaler wird als im Brustbereich, ist er wahrscheinlich übergewichtig.

Aber bedenke, dass Muskeln immer mehr wiegen als Fett, daher ist es nicht immer sinnvoll, sich nur auf das Gewicht des Hundes zu verlassen, sondern auch auf die Größe des Hundes.

Warum ist Fettleibigkeit schlecht für deinen Hund?

Genau wie wir Menschen ist das Übergewicht sehr schlecht für deinen Vierbeiner. Übergewicht kann langsam viele Probleme mit dem Bewegungsapparat und den Organsystemen deines Hundes verursachen. Zusätzliches Gewicht, für das der Körper deines Hundes nicht ausgelegt ist, kann die Gelenke zu stark belasten, was zu Gelenkproblemen und starken Schmerzen führt.

Andererseits schadet Übergewicht auch dem Herzen und kann zu Herz sowie Kreislaufkrankheiten führen. Darüber hinaus leiden  übergewichtige Hunde statistisch auch öfter an Diabetes. Wenn du dir also viele Sorgen und teure Tierarztbesuche ersparen möchtest, empfehlen wir dir, auf das Gewicht deines Hundes im Auge zu behalten.

Ursachen von Fettleibigkeit

Dein Hund kann aus einer Reihe von Gründen übergewichtig sein, aber die Menge und Zusammensetzung von Futter und Leckereien ist oft der Übeltäter. Vor allem Trockenfutter hat meist eine sehr hohe Energiedichte. Dadurch ist der Kaloriengehalt des Futters sehr hoch, auch weil es fast kein Wasser enthält. Daher kann die Fütterung von zu viel Trockenfutter leider ein Übergewicht bei deinem Hund zur Folge haben.

Beachten solltest du auch, dass viele Trockenfutter und Snacks heutzutage fatalerweise eine nicht zu vernachlässigende Menge Zucker enthalten. Aber auch der Stoffwechsel eines Hundes verändert sich – etwa nach einer Kastration oder mit zunehmendem Alter. Dann verlangsamt sich der Stoffwechsel deutlich und der Hund braucht weniger Futter, um das Gewicht zu halten. Dann musst du die Futterration entsprechend anpassen und ggf. reduzieren.

Auch können einige Krankheiten, ein Grund für  Übergewicht sein. Deshalb ist es wichtig, auch hier – wie bei Futtermittelallergien – mit dem Tierarzt zu sprechen und den Vierbeiner durchchecken zu lassen, um eventuelle Krankheiten als Grund für das Übergewicht auszuschließen.

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Dieser Liebling hat es sich leider etwas zu gemütlich gemacht.

Wie dein Hund die überflüssigen Pfunde verliert

Hast du Krankheiten als mögliche Ursache für die Fettleibigkeit ausgeschlossen, gibt es zwei Hauptgründe, die du näher kennen musst, um der Fettleibigkeit bei deinem Hund den Kampf anzusagen.

Grund 1: Zu viel oder ungesundes Hundefutter

Lösung: Reduziere die Anzahl der Kalorien, die dein Hund jeden Tag frisst. Die Mengenangaben auf Komplettfutterbeuteln entsprechen oft nicht dem individuellen Bedarf deines Hundes. Außerdem tragen Zutaten wie Zucker nicht gerade zur Gesundheit deines Hundes bei.

Daher empfehlen wir dir, die Inhaltsstoffe des Futters, das du deinem  Hund fütterst, sorgfältig durchzulesen. Wenn du dann die Futtermenge an deinen Hund angepasst hast (ggf. auf zuckerfreies Futter umsteigen), kann deine Fellnase die überzähligen Kilos sicher schnell loswerden.

Hast du jedoch einen sehr “gierigen“ Hund und möchtest die Futtermenge nicht verringern, ist das umsteigen auf auf spezielles Diätfutter eine sehr gute Lösung. Dieses Futter enthält in der Regel einen höheren Anteil an unverdaulichen Ballaststoffen und ist daher weniger kalorienreich als normales Futter. Dadurch du die Kalorienaufnahme bei gleicher Nahrungsmenge stark reduzieren.

Glücklicherweise gibt es inzwischen viele spezielle Sorten von Diätfutter auf dem Markt, aber auch hier ist die Qualität sehr unterschiedlich, sodass du bei der Auswahl einen Experten zu Rate ziehen solltest.

Eine Möglichkeit, die Ernährung deines Hundes komplett selbst zu bestimmen, ist die eigene Futterzusammenstellung mit dem sogenannten BARF-Konzept. Solltest du dich für das BARFen entscheiden musst du wirklich sicherstellen, dass deinHund alle notwendigen Nährstoffe erhält, da er sonst anfällig für Nährstoffmangel sein kann.Einen Artikel zum Thema BARFen findest du ebenfalls in unserem Blog.

Du solltest unbedingt die Menge und Art der Leckereien überprüfen, die du deinem Hund zwischen den Mahlzeiten gibst. Das sind meist kleine Kalorienbomben, die zu Übergewicht führen können, weil sie nicht in der Tagesration enthalten sind.

Aufgrund des hohen Kaloriengehalts vieler Hundesnacks empfehlen wir, die Anzahl zu reduzieren oder auf kalorienarme und zuckerfreie Leckerchen umzusteigen.

Ursache 2: Dein Hund bewegt sich zu wenig

Lösung: Du solltest mehr mit deinem Vierbeiner spielen, lange und schöne Spaziergänge unternehmen. Etwas mehr als das schnelle Gassi gehen für die Notdurft sollte es schon sein. Nach einiger Zeit wird dein Hund natürlich fitter, so dass ihr mehr gemeinsam unternehmen könnt. Es ist keine Gute Idee mit einem dicken und noch nicht fitten Hund  einen Berg zu besteigen. Hunde müssen ihre Fitness nach und nach steigern, aber wenn die Fellnase das Ziel erreicht hat, warten viele lange Ausflügen in Wald und Wiese auf euch.

Uns ist natürlich klar, dass es zum Teil schwierig ist, Diät-Pläne durchzusetzen und konsequent zu bleiben(übrigens nicht nur bei unseren Hunden). Das ist aber nun einmal das wichtigste, wenn du willst , dass dein Hund abnimmt. Futter und Belohnungen sollten konsequent gemäß Diätplan erfolgen, sonst kannst du das Purzeln der Kilos abschreiben und somit können schwerwiegende gesundheitliche Probleme auftreten. So, jetzt geht’s in den Kampf gegen die Pfunde, damit dein vierbeiniger Freund ein langes und gesundes Leben mit dir hat! Übrigens auch du solltest auf deine Kilos achten ,da ein gesunder Hund der lange Ausflüge liebt, auch einen gesunden Menschen an seiner Seite braucht.

Solltest du noch Fragen zu der Ernährung, Erziehung deines Hundes haben lass uns einen Kommentar unter dem Artikel da oder schreib uns einfach eine E-Mail an [email protected].

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