CHECKLISTE FÜR DEINE HUNDEAPOTHEKE

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Eine gute Hausapotheke ist sehr wichtig.

Lesezeit: 4 Minuten

Warum ist eine Hundeapotheke so wichtig?

Wenn du deinen Hund schon länger hast, weißt du, dass er sich im Handumdrehen mal eine kleine Verletzung beim Spielen oder eine einfache Erkrankung einfängt. Um diese schnell selbst kurieren zu können, ist eine Grundausstattung für die Hundeapotheke wichtig. Dies kann dir das eine oder andere Mal den Gang zum Tierarzt ersparen und damit deinen Geldbeutel und deine Nerven schonen.
Aber beachte bitte, dass du bei ernsten Verletzungen und Krankheiten immer sofort deinen Tierarzt aufsuchen solltest. Sonst riskierst du, dass dein Hund bleibende Probleme davonträgt und das willst du ja sicherlich verhindern!

Hilfsmittel gegen Parasiten und Co. in der Hundeapotheke

Eins der meisten Probleme im Hundeleben deiner Fellnase ist sicher der Befall durch unliebsame Parasiten. Egal, ob es sich um Zecken oder Flöhe geht – du solltest diese  nur schnell wieder loswerden. Daher gehören verschiedene Arten von Pinzetten, eine Zeckenzange, ein Flohkamm und eine Hundebürste zu deiner Grundausstattung für die Hundeapotheke. Um die ungewollten Krabbeltiere besser entdecken zu können, sollte man wenn nötig eine Lupe verwenden.

Zecken kannst du sicher entfernen in dem du wirklich nur die speziellen Zeckenzangen verwendendest, da du die Zecken mit einer normalen Pinzette leicht zerquetschen kannst. Das Risiko für die Übertragung von verschiedenen Krankheiten auf deinen Hund wie zum Beispiel Borreliose und Zeckenparalyse, wir ungemein erhöht.

Die optimale Ausstattung der Hundeapotheke bei Verletzungen

Wenn sich dein Hund beim Toben mit seinen Artgenossen oder beim Spaziergang in der freien Natur eine oberflächliche Wunde zugezogen hat, kannst du diese meist gut selbst behandeln. Beachten solltest du dabei unbedingt, dass ein Bisswunden keine oberflächlichen Wunden sind. Auch wenn ein Biss auf den ersten Blick nur nach einer kleinen Verletzung aussieht, kann die Wunde trotzdem sehr tief sein und sollte daher immer zeitnah von einem Tierarzt untersucht werden.

Kleinere Aufschürfungen solltest du als erstes immer gut reinigen, damit sich die Wunde nicht infiziert.Du kannst dafür ein Spray verwenden welches antiseptisch ist, das du am besten direkt auf die Wunde sprühst oder mit Hilfe eines Tampons und mit diesem die Wunde reinigst. Das Spray sollte möglichst frei von Alkohol(wie alle Artikel für deinen Hund) sein, da es sonst schmerzhaft brennt für deinen Hund. Ein Alternative ist auch eine Iodsalbe, die neben verschiedenen Wunden auch im Maulbereich angewendet werden kann. Die desinfizierende Salbe trägst du am besten mit einem sauberen Wattestäbchen vorsichtig auf. Diese hat man zwar meist sowieso da Heim, aber leg dir am besten ein paar der Stäbchen in die Hundeapotheke, dann hast du sie sofort zur Hand. Ein weiteres Mittel zur Behandlung von unterschiedlichen Wunden ist eine Propolistinktur, die die Wunde ebenfalls entkeimt und aus natürlichen Zutaten besteht.

Damit die Wunde anschließend gut ausheilt, ist eine gute Wundpflege wichtig. Eine einfache Wundheilsalbe , wie zum Beispiel Bepanthen kannst du dafür ebenfalls verwenden. Sehr gut eignet sich auch handelsübliche Zinksalbe welche du bei deinem Hund auftragen kannst. Diese wirkt hemmt Entzündungen und wirkt antibakteriell.

Abdecken solltest du die Wunde am besten mit einem leichten Mullverband , damit dein Hund sie nicht schnell wieder aufkratzt. Gutes Verbandszeug gehört daher auch in jede Hundeapotheke. Neben den Mullbinden solltest du Pflaster zur Fixierung und eine Verbandsschere zum einfachen Entfernen des Verbands bereithalten. Natürlich kannst du zum Beispiel auch die Schere aus einem alten Erste-Hilfe-Set aus deinem Auto verwenden. Sollte dein Hund sehr dazu neigen, an seinen Wunden zu nagen und beißen, solltest du auch eine Halskrause für ihn bereit halten.

Für Verletzungen die an den Pfoten auftreten benötigst du zusätzlich für deinen Hund passende Hundeschuhe, alternativ kannst du auch eine saubere Socke verwenden um direkten kontakt mit harten Oberflächen zu verhindern. Sollte er sich im Bereich der Zehen oder direkt an den Krallen verletzt haben, brauchst du eine kleine Schere für das Fell zwischen den Zehen sowie eine geeignete Krallenschere und Krallenpfeile, falls die Kralle an dieser Stelle nicht so gut zu schneiden ist.
Bemerkst du aber, dass dein Hund leicht humpelt oder sich nicht so agil bewegt wie sonst üblich, kann es sich um eine Verstauchung oder Zerrung handeln. Bei solchen Verletzungen oder ähnlichen Schmerzen im Muskelbereich kannst du deinem Hund mit einem schmerzlindernden Gel Linderung verschaffen. Sehr beliebt ist dabei unter anderem Traumeel, welches ein homöopathisches Gel bestehend aus Arnika und Beinwell ist. Es wirkt zusätzlich entzündungshemmend und kann auf die Haut aufgetragen werden. Decke die Stelle am besten mit einem leichten Verband ab, damit das Gel möglichst lange wirken kann.

Solltest du dir nicht sicher sein, wie schwer die Verletzung wirklich ist und wie die richtige Behandlung aussieht, dann wende dich lieber an deinen Tierarzt, um mögliche Komplikationen zu verhindern.

Vorbereitung einer guten Hundeapotheke bei Krankheiten

Bei ernsteren Krankheiten solltest du zunächst immer deinen Tierarzt besuchen, der mit dir die richtige Behandlung und Wahl der Medikamente absprechen wird. Wenn du an der Verwendung homöopathischer Mittel interessiert bist, kann er dir sicher eine Alternative nennen. Stärkere Medikamente für deinen Hund solltest du nicht auf Vorrat lagern und einfach so ohne Absprache mit deinem Tierarzt anwenden. Bei leichteren Medikamenten für die eigene Anwendung solltest du natürlich immer das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten, bevor du sie deinem Hund verabreichst.

Um zu erkennen, ob dein Hund Fieber hat, solltest du unbedingt ein Fieberthermometer für ihn parat haben. Verwenden solltest du natürlich aus hygienischen Gründen nicht das gleiche wie für dich und deine Familie. Die normale Körpertemperatur des Hundes liegt mit 38-38,5°C etwas höher als beim Menschen und kann je nach Hund leicht variieren. Bei jungen Welpen liegt die Körpertemperatur generell klein wenig höher, bei einem ausgewachsenen Hund sollte man jedoch ab 39°C definitiv den Tierarzt aufsuchen.

Um einen Vergleichswert zu haben, misst du am besten einmal die normale Temperatur deines Hundes. Die Temperatur wird rektal gemessen, wobei du das Fieberthermometer vor dem Messen mit etwas Vaseline einreiben und vorsichtig vorgehen solltest. Am besten hilft dir jemand, deinen Hund zu halten und  etwas beruhigend auf ihn einzureden, während dieser unangenehmen Behandlung.

Eines der häufigsten Krankheitsbilder die du bei deinem Hundsehen wirst ist Durchfall. Dieser kann aus unterschiedliche Gründen auftreten und in Kombination mit Fieber zum Beispiel auf einen Wurmbefall hinweisen. In diesem Fall solltet ihr sehr schnell ohne Umwege zum Tierarzt gehen. Auch wenn du den Verdacht hast, dass sich dein Hund mit etwas vergiftet haben könnte, solltest du sofort den Spezialisten aufsuchen um deine Fellnase vor Langzeitfolgen zu schützen.

Liegt jedoch nur ein leichter Durchfall vor, weil dein Hund sein neues Futter nicht so gut verträgt, solltest du ihn für diesen Tag nicht weiter füttern und ihn auf Diät setzen. Am nächsten Tag kannst du deinem Hund dann zum Beispiel eine leckere Morosche Karottensuppe zubereiten, die oftmals sehr gut gegen den Durchfall wirkt. Wenn diese Behandlung keine Linderung zeigt, solltest du auch in diesem Fall deinen Tierarzt zur Rate ziehen.

Man kann also zusammenfassend sagen, dass du kleinere Wehwehchen sehr gut auch selbst behandeln kannst, bei Unsicherheiten und schwereren Verletzungen sowie Krankheiten solltest du jedoch immer deinen Tierarzt aufsuchen. Nach einiger Zeit wirst du sicher auch mehr Erfahrungen sammeln und deinen Hund besser kennen lernen, sein normales Verhalten wird dir dabei immer zeigen ob alles in Ordnung ist so kannst du leicht beurteilen wie du dich in einer Notsituation verhalten musst.

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